23.10.13

"Gott sucht echte Menschen mit Ecken und Kanten"

Zwölf junge Frauen und Männer haben die beiden evangelischen Schuldekane Dorothee Moser und Heiner Köble jetzt in einem feierlichen Gottesdienst in der Denkendorfer Klosterkirche in ihr Amt als evangelische Religionslehrer berufen und ihnen ihre Vokationsurkunden überreicht.

Vokation - Foto: U. Geiger

Yasmin Albrecht, Claudia Baumann, Anita Blanarsch, Ingo Böhlert, Romy Class, Oliver Danhel, Damaris Henssler, Amelie Hödl, Sandra Müller, Matthias Riedl, Simon-Martin Schäfer und Katharina Schulz unterrichten nach Abschluss ihres Referendariats nun an Grund-, Haupt- und Realschulen oder Gymnasien, Sonderschulen und Beruflichen Schulen das Fach evangelische Religion. Die „Vocatio“ ist die kirchliche Bevollmächtigung der beim Staat angestellten Lehrkräfte.

 

In seiner Predigt sprach Heiner Köble über den Satz, den Jesus kurz vor der Kreuzigung seinen Jüngern sagte: „Ihr habt mich nicht erwählt, sondern ich habe euch erwählt.“ „Stimmt dieser Satz auch für Sie?“, fragte er die Pädagogen.

 

Die Gewissheit der Liebe Gottes weitergeben

 

Was sie motivierte, Theologie zu studieren und Religion zu unterrichten, beschrieben die Lehrerinnen und Lehrer in ihrer kurzen Vorstellung. Viele nannten gute Erfahrungen aus Jugendarbeit oder Kinderkirche, manche sind über familiären Strukturen in ein kirchliches Ehrenamt hineingewachsen. Diese Erfahrungen und die Gewissheit der Liebe Gottes wollten sie an Kinder und Jugendliche weitergeben, erklärten alle.

 

Botschafter für Jesu Botschaft

 

Köble betonte, dass die Religionslehrer im Auftrag Jesu handelten, als „Botschafter für die Botschaft, die Jesus uns mitgegeben hat“. Sie müssten aber nicht perfekt sein, habe doch Jesu etwa mit Petrus einen Menschen zum Grundstein seiner Kirche gemacht, der ihn verleugnet hatte. Kriterium sei vielmehr die Tiefe des Glaubens und Vertrauens. „Gott sucht echte Menschen mit Ecken und Kanten, die an ihn glauben und ihm vertrauen – und ihn im Gebet anrufen - mehr nicht.“