29.01.13

Den Hospizgedanken stärken

Bereits zum zweiten Mal unterstützen die beiden Esslinger Rotary Clubs Esslingen und Esslingen-Neckarland den Förderverein Hospiz Esslingen mit einem namhaften Betrag. Der Erlös eines Benefizkonzerts, das Reinhart Sauer im vergangenen Herbst organisiert hatte, soll der Hospizarbeit zufließen. 4670 Euro übergab der Esslinger Rechtsanwalt jetzt an den Vorsitzenden des Fördervereins, Dr. Hartmann Würz, und Vorstandsmitglied Karin Krimmling. „Wir sind den Rotary Clubs und dem Organisator der beiden Benefizkonzerte sehr dankbar für diese großzügige Unterstützung“, sagte Würz.

R. Sauer, H. Würz u. K. Krimmling (v.l.) - Foto: U. Rapp-Hirrlinger

R. Sauer, H. Würz u. K. Krimmling (v.l.) - Foto: U. Rapp-Hirrlinger

Reinhart Sauers Herz schlägt für die Musik. So entstand 2011 die Idee der Benefizkonzerte. Sauer gründete mit Mitgliedern des Rotary Clubs Esslingen einen Chor und gewann Instrumentalisten für sein Vorhaben. Schließlich stand ein ambitioniertes und abwechslungsreiches klassisches Programm, das sowohl hauptberufliche Musiker wie auch hochkarätige professionelle Laien darboten. Der Erlös dieses zweiten Benefizkonzerts soll in die Rücklagen fließen, die der Förderverein für den Betrieb des stationären Hospizes, das derzeit in Oberesslingen entsteht, anlegt. Der Förderverein hat sich verpflichtet, drei Jahre lang jeweils 30 000 Euro zum laufenden Betrieb beizutragen. Hartmann Würz hofft jedoch, dass dies auch länger möglich ist.

 

Ziel: 500 Mitglieder

 

„Dafür müssen wir bis Anfang 2014 allerdings mindestens 500 Mitglieder haben“, erklärt er. Erst dann könnten aus den Mitgliedsbeiträgen die Zuschüsse an die ambulante Hospizarbeit von jährlich rund 11 000 Euro finanziert werden. Damit werden Aus-und Fortbildung der Hospizmitarbeiter und gesellige Aktivitäten unterstützt. „Wäre dieser Betrag abgedeckt, könnten alle anderen Spenden in den Topf für das Hospizhaus fließen und wir könnten den Zuschuss zu den Betriebskosten länger leisten“, sagt Würz. Deshalb hofft er, dass sich die restlichen knapp 50 Mitglieder noch gewinnen lassen.

 

Wichtige Einrichtung

 

Reinhart Sauer ist zutiefst überzeugt, dass die Spende gut angelegt ist. „Das Hospizhaus ist eine wichtige Einrichtung, die nachhaltig ausgestattet sein muss.“ Die Begleitung am Lebensende durch Hospizmitarbeiter werde umso wichtiger, als es immer mehr Menschen ohne Angehörige gebe. „Deshalb ist die Hospizarbeit ungeheuer wichtig.“

 

Nächstes Benefizkonzert im Oktober

 

Sauer wünscht sich, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Hospizgedanken identifizieren. Dazu sollen auch die Benefizkonzerte beitragen. Das nächste Konzert plant er schon. Es wird im Oktober stattfinden. Der Erlös soll auch dann wieder der Hospizarbeit zu Gute kommen.