29.01.13

Stricken für einen guten Zweck

Die Bürgergarde Esslingen unterstützt die Arbeit des ehrenamtlichen Besuchsdienstes für ältere Menschen mit psychischen Erkrankungen FUGE(Freiwillige unterstützen gerontopsychiatrisch erkrankte Esslingerinnen und Esslinger), mit einer Spende von 1500 Euro.

M. Krause, B. Schmid, M. Schön u. E. Mechler mit einer Auswahl der verkauften Handarbeiten - Foto: URH

M. Krause, B. Schmid, M. Schön u. E. Mechler mit einer Auswahl der verkauften Handarbeiten - Foto: URH

Seit sieben Jahren bieten die Krankenpflegevereine in Esslingen dieses spezialisierte Angebot. „Wir halten diese Arbeit für sehr wichtig“, erklärt Vorstandsmitglied Martin Schön, warum die Bürgergarde bereits zum zweiten Mal FUGE fördert. Erwirtschaftet wurde die Spende durch den Verkauf von Glühwein und selbst gestrickten Socken, Handschuhen, Schals, Mützen und anderen Handarbeiten auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt. „Wir haben diesmal etwa 220 Paar Socken verkauft“, erzählt Monika Krause. Unterm Jahr kümmert sich ein Kreis von rund 15 Strickerinnen um Nachschub.

 

Seit 1985 finanziert die Bürgergarde unter dem Begriff „Doppelte Hilfe“ soziale Anliegen. In diesem Jahr gehören unter anderem  die Vesperkirche, das Hospizhaus, der Kinderschutzbund und Wildwasser zu den Geförderten. „Ihre Spende ist uns eine große Ermutigung“, bedankte sich Marianne Ehrmann, die Vorsitzende des Krankenpflegevereins Esslingen-Stadtmitte, für die Unterstützung.

 

Auf Spenden angewiesen

 

Um seine Arbeit zu tun, ist der Besuchsdienst auf Spenden angewiesen. So fließt die Zuwendung der Bürgergarde in die Aus- und Fortbildung der derzeit 13 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese müssen für ihre oft schwierige Aufgabe gut geschult sein: „Die professionellen Hilfsdienste wie der Sozialpsychiatrische Dienst für alte Menschen (SOFA) profitieren vom Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Sie können viel intensiveren Kontakt zu den Besuchten halten und auch melden, wenn zusätzliche Hilfe gebraucht wird“, erklärt Barbara Schmid, die hauptamtliche Einsatzleiterin von FUGE. Die Arbeit von FUGE geschehe in enger Zusammenarbeit mit SOFA.


Bis zum Jahresende ist die Existenz von FUGE gesichert. „Doch die Arbeit muss unbedingt weitergehen, weil sie dringend gebraucht wird“, erklärt Marianne Ehrmann, dass der Bedarf weit größer ist, als die Ehrenamtlichen abdecken können. Deshalb sind neue Mitarbeiter höchst willkommen. Die Spende der Bürgergarde gebe Sicherheit für die Planung der Fortbildungen, sagt Barbara Schmid.

 

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